Die Zukunft des Gillbachs als fließendes Gewässer bleibt trotz der Arbeit des wasserwirtschaftlichen Facharbeitskreises ungelöst.
RWE Power AG hat sich bisher in allen fraglichen Standpunkten behauptet. In der Sitzung des Umweltausschuss am 22. Februar 22 stellte RWE Power AG, aufgrund der durchgeführten Analyse der Grundwasserstände / Grundwassergleichen vor der Braunkohleförderung die Hypothese auf, dass der Gillbach im Ober- und Mittellauf keinen Kontakt mit dem Grundwasser hatte und damit ein ephemeres oder temporär fließendes Gewässer war.
Die erst im Dezember letzten Jahres vorgestellte Vorrecherche des Archivs in Dormagen-Zons stellte zwar weitere Archivdokumente zu dem historischen Verlauf und der Wasserführung des Gillbachs zusammen. Ausgeblieben ist jedoch eine tiefergehende, wissenschaftliche Betrachtung in der Fragestellung: War der Gillbach grundsätzlich ein ephemeres Gewässer oder vielmehr ein periodisch fließendes Gewässer, das ausschließlich in einzelnen Trockenphasen wie z.B. sehr trockenen Sommern kein Wasser führte?
„Zusammenfassend muss man konstatieren, dass die Verwaltung der Gemeinde Rommerskirchen in der Vergangenheit viel zu wenig unternommen hat, um die Zukunft des Gillbachs zu sichern.“ betont Katharina Janetta, die Sprecherin der Rommerskirchener Grünen. „Ganz unabhängig, ob wir noch ein echtes historisch hydrogeologisches Gutachten in Auftrag geben können, müssen wir nun das Thema „Gillbach“ weiter auf Landesebene vorantreiben“. so Frau Janetta weiter.
Der Braunkohleplan Garzweiler II sowie der Bewirtschaftungsplan nach der Wasserrahmenrichtlinie sind Planungs- bzw. Steuerungsinstrumente der Raumordnung und Wasserwirtschaft, die die Möglichkeit bieten, zum Thema Gillbach im Rahmen von Befragungen und Offenlegungen Stellung zu beziehen und unsere Position als Gillbachgemeinde auf Landesebene zu verankern.
„Einige der Fristen, um zu diesen Plänen Stellung zu beziehen, sind bereits verstrichen. Der Ortsverband der Grünen in Rommerskirchen hatte die Zeit jedoch genutzt und bereits eine Stellungnahme im Rahmen des Braunkohleplans Garzweiler II zum Thema Zukunft des Gillbachs abgegeben“ betont Norbert Wrobel, Co-Sprecher der Grünen
Durch das eingereichte Fragenpaket an die Gemeindeverwaltung möchten die Grünen zudem sicherstellen, dass die Gemeinde Rommerskirchen auch im Rahmen der Erstellung des 4. Bewirtschaftungsplans, sowie im Rahmen der Befragung zum Entwurf „Zukunftsstrategie Wasser“ entsprechend aktiv wird.
Katharina Janetta betont: „Die Grünen werden nicht lockerlassen, die Rettung des Gillbachs voranzutreiben. Die Weichen für die Zukunft der Oberflächengewässer werden jetzt gestellt.“ Aus diesem Grund müssen wir alle wichtigen Akteure im Rheinischen Braunkohlerevier aber auch auf Landesebene, ohne weitere taktische Verzögerungen JETZT erreichen und von unserer Position überzeugen. Noch können wir das Blatt wenden. Und hier an dieser Stelle möchten wir uns an alle Bürgerinnen und Bürger in Rommerskirchen und im Rheinischen Revier wenden, ebenfalls aktiv zu werden.
„Was soll denn eine Gillbachgemeinde Rommerskirchen ohne Gillbach sein?“ fügt Norbert Wrobel an. „Oder das nächste Entenrennen auf dem Gillbach könnte eines der letzten gewesen sein.“
Co-Sprecher des Ortverbandes Die Grünen in Rommerskirchen
Katharina Janetta und Norbert Wrobel

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