Kandidaten für die Kommunalwahl 2020

Katharina Janetta

48, wohnt in Anstel, Dipl. Biologin arbeitet als Medical Science Liaison

Umweltschutz muss dauerhaft in unserer politischen Arbeit etabliert werden

Warum ist der Schutz unserer Natur insbesondere jetzt so wichtig?
Die einschlägigen Publikationen und Berichte der letzten Monate und Jahre bescheinigen uns einen dramatischen Artenschwund. Die Krefelder Studie ergab einen Rückgang der Insektenbiomasse um 75%. Unsere Umwelt verändert sich drastisch und zwingt uns jetzt zu handeln.

Doch was können wir für unsere Umwelt tun?
Wichtig ist, dass wir uns alle dieser Verantwortung stellen. Das beginnt bei der Wahl unserer Lebensmittel aber auch bei der Gestaltung unserer Gärten. Als Biologin bin ich an nachhaltigen Lösungen interessiert und werde Vorhaben politisch vorantreiben, die unsere Umwelt nachhaltig entlasten. Die gezielte Förderung der Haus- und Dachbegrünung ist ein Beispiel dafür, wie man auch in Rommerskirchen ganz lokal den Folgen des Klimawandels entgegenwirken kann. Darüber hinaus muss die Gemeinde in allen öffentlichen Einrichtungen den Ausstoß von Klimagasen merklich reduzieren.

Der Schutz unserer Natur und unserer Umwelt muss an Stellenwert gewinnen.

 


Norbert Wrobel

62, wohnt in Butzheim, ist leidenschaftlicher Radfahrer, arbeitet als Chemielaborant und ist seit 2014 im Rat der Gemeinde Rommerskirchen

Ein modernes Verkehrskonzept für Fußgänger und Radfahrer und ÖPNV

Ich fordere für Rommerskirchen ein zukunftsorientiertes Konzept für den Fußgänger- und Radverkehr sowie den ÖPNV, das die Ortsteile besser vernetzt.
Mein Vorschlag ist ein ortsteilverbindender Rundweg, der von einem autonomen und emissionsfreien Ortsbus in regelmäßiger Taktung befahren wird. Das sehe ich als deutlich zielführender und zukunftsweisender an, als Mittel im „Retro-RoKiLiner“ – einem überholten Konzept aus den 90er Jahren – versickern zu lassen.

Ich möchte eine deutliche Erhöhung der bereitgestellten Mittel, um die Aufrechterhaltung des Freizeit- und Wirtschaftswegenetzes gewährleisten zu können.
Die letzten Jahre zeigen eine begrüßenswerte Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger und Fahrradfahrer in der Gemeinde. Leider handelt es sich bei den bisher getroffenen Maßnahmen jedoch größtenteils noch um einen unzusammenhängenden Flickenteppich. Neben auffälligen Gefahrenstellen wie der Einfädelung des Radweges auf die Bahnstraße am Bahnhof sind eigentlich alle Ortsdurchfahrten eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer. Es muss endlich Schluss sein mit abrupt endenden Fahrradwegen und gefährlichen Kontaktzonen.


Gunnar Dykstra

49, wohnt in Rommerskirchen, Dipl. Geowissenschaftler, selbständiger Unternehmer

Strukturwandel, Wirtschaft und Umwelt

Strukturwandel – mehr Chancen als Risiken

Die Möglichkeiten des Strukturwandels im Rheinischen Revier werden wir in den nächsten Jahren nutzen, um Rommerskrichen langfristig besser aufzustellen. Dazu gehört eine deutlich verbesserte Verkehrsanbindung in benachbarte Großstädte mit ÖPNV. Aber auch die lange erwartete B477n muss endlich umgesetzt werden und die Anwohner entlasten. Bevor in Rommerskirchen ein etliche hundert ha großes Industriegebiet ausgewiesen wird, müssen zuvor grundlegende Fragen wie Wasserver- und entsorgung, Anfahrt des Lieferverkehrs und der Beschäftigten oder Verbleib der Gewerbesteuer geklärt sein. Strukturwandel bedeutet überlegtes und nachhaltiges Handeln mit Erfahrung statt Aktionismus.

Umwelt und Lebensraum Gillbach-Gemeinde

Die Gillbach verbindet als Wasserlauf viele Ortsteile Rommerskirchens und steht damit mehr als jede andere Verbindung für die Integrität der Gemeinde. Trotzdem ist vielen nicht bekannt, dass der Bachlauf primär aus Kühlwässern der Braunkohlekraftwerke gespeist wird. Beim Erftverband geht man davon aus, dass die Gillbach mit Abschaltung der Kraftwerksblöcke schon in wenigen Jahren dauerhaft trocken fällt.  Die Gillbach dient als Rückzugsraum für verschiedene Spezies, als Erholungsgebiet und in immer heißeren Sommern als Abkühlung für die umliegenden Siedlungsgebiete. Deshalb benötigen wir dringend eine rechtsverbindliche Ersatzlösung zur weiteren Erhaltung der Bachaue.


Nikolas Uerlings

34, wohnt in Nettesheim, arbeitet als Sachbearbeiter für Finanzdienstleistungen

Bauen und Gemeindeentwicklung

Die Baupolitik muss die zukünftige Gemeindeentwicklung stärker berücksichtigen

Ich bin ursprünglich wegen der Liebe hergezogen und habe schnell festgestellt, dass diese Gemeinde eine überaus positive Entwicklung erlebt. Damit dieser Trend fortgesetzt werden kann, muss die Politik Schritt halten. Bezahlbarer Wohnraum – zum Beispiel Mietwohnungen für Ortsansässige und Hinzuziehende – muss stärker in den Vordergrund rücken. Ansonsten entkernt sich die örtliche Gemeinschaft, wenn junge Leute wegen fehlender Wohnraumangebote wegziehen. Und ohne eine ausgeglichene Altersstruktur wird sich die Entwicklung umkehren.

Gewachsene Ortszentren stärken und erlebbar machen

Ein weiterer Punkt den ich ändern möchte ist, dass Rommerskirchens alte und gewachsene Ortskerne kaum noch genutzt werden. Zu einer lebendigen Gesellschaft zählt auch ein lebendiges Ortszentrum. Hier können sich lokale Geschäfte erfolgreich ansiedeln und ein Austausch der Bürgerinnen und Bürger über ihre Gemeindeteile hinaus stattfinden. Leerständen muss mit gezielter Wirtschaftsförderung sinnvoll entgegen gewirkt werden. Hier müssen dringend Weichen gestellt werden.

 


 

Michael Küpper

58, wohnt in Rommerskirchen-Vanikum, tätig als IT-Berater

Umwelt, Kinder und Jugend, Soziales und Bildung

Für die jüngsten Einwohner

Auch ich habe unsere Welt nur von den kommenden Generationen geborgt. Daher will ich da, wo ich kann, dieser Verantwortung gerecht werden und etwas unternehmen. Auch auf kommunaler Ebene gibt es unzählige Möglichkeiten dies zu tun. Dazu zählt, den Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen und sie bei ihrem Weg in ihre Zukunft bestmöglich zu fördern und zu unterstützen.

Wachstum mit Augenmaß

Dazu zählt aber auch, ihnen mehr Natur und weniger Industrie und Zersiedlung zu hinterlassen. Wir Rommerskirchener haben uns jahrzehntelang Kraftwerke angeschaut und nun wird direkt vor unserer Nase ein neues Industriegebiet geplant. Arbeitsplätze und ein gesichertes Einkommen sind wichtige Dinge. Aber es muss eine vernünftige und umweltgerechte Abwägung der unterschiedlichen Interessen stattfinden.
Dafür stehe ich.
Ich werde als Vertreter im Rat die Interessen derjenigen vertreten, die dies selber nicht tun können. Aber auch den berechtigten Interessen der Anlieger des angestrebten Industriegebietes direkt vor den Toren unserer schönen Gemeinde werde ich eine Stimme verleihen.